Catgut will Arbeitsplätze im Vogtland erhalten
Norman Brückner und Sven Morlok "Unser Standort ist Deutschland. Wir wollen hier in der Region die Arbeitsplätze erhalten, auch wenn man ein paar Kilometer weiter vielleicht preisgünstiger produzieren könnte." So lautete das Bekenntnis von Norman Brückner, dem Geschäftsführer der Catgut GmbH Markneukirchen, beim Betriebsbesuch des Sächsischen Wirtschaftsministers Sven Morlok. 70 Beschäftigte hat Brückner in seiner Heimatstadt. Im Thüringer Tochterunternehmen, in dem hauptsächlich Nadeln hergestellt werden, gibt es 40 Arbeitsplätze.
Brückner führt das hoch innovative Unternehmen, das chirurgisches Nähmaterial produziert, in dritter Generation. Nach der Wende hatte er den zu DDR-Zeiten zwangsverstaatlichten Betrieb von der Treuhand zurückgekauft. Catgut war 1997 eine der ersten Firmen, die im Gewerbegebiet Markneukirchen neu bauten, und behauptet sich seither auf dem Markt, auf dem ein knallharter Verdrängungswettbewerb herrscht, der nicht immer mit fairen Mitteln geführt werde. Sven Morlok versprach, in seinem Hause prüfen zu lassen, ob diese Art der Kompensationsgeschäfte rechtswidrig ist.
Um Kosten zu senken, setzt Catgut auf Rationalisierung. 800.000 Euro werden in diesem Jahr investiert. Entlassungen seien derzeit kein Thema, so Norman Brückner. Allerdings würden altersbedingt ausscheidende Arbeitnehmer nicht mehr ersetzt.


