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Aktuelle Situation der Vogtland Kultur GmbH

Dass der Leiter des Neuberinhauses in Reichenbach zum Ende der Sommerpause entlassen wurde, ist für die FDP im Vogtlandkreis der kulturpolitische Tropfen, der das Fass sprichwörtlich zum Überlaufen bringt.

Neuberinhaus Reichenbach/Vogtland (Foto: Andreas Praefcke / Wikimedia Commons, CC BY 3.0)

Dazu meint der Kreisvorsitzende Dirk Heinze: „Es ist nicht nachzuvollziehen, warum man ausgerechnet den Leiter der Einrichtung entlässt, die nach dem vorliegenden Geschäftsbericht 2025 als einzige eine positive Bilanz aufzuweisen hat. Das Neuberinhaus steht für ein respektables soziokulturelles Angebot, dass ein breites Publikum anspricht. Hat der amtierende Geschäftsführer der kreiseigenen Kultur GmbH hier eigentlich mit Zustimmung des Aufsichtsrats gehandelt? Diese Entscheidung ist keine Kleinigkeit und hat für die Arbeitsfähigkeit des Hauses unmittelbare Auswirkungen.“

Veit Bursian, FDP-Kreisrat aus Reichenbach, ergänzt: „Leider hat sich bewahrheitet, dass es keine gute Entscheidung war, Sitz der GmbH und den Wirkungsbereich des Geschäftsführers räumlich zu trennen. So entsteht ungewollt Spannungspotenzial. Unser Neuberinhaus hat sich zu einem Zugpferd für die Kultur durch die vielfältigen Angebote unter Severin Zähringer entwickelt. Das zeigen auch die wirtschaftlichen Zahlen. Andere Einrichtungen der Vogtland Kultur GmbH können dies nicht vorweisen.“

Die FDP Vogtland fordert endlich eine zukunftsfähige Ausrichtung der Vogtland Kultur GmbH und stellt dabei die Grundsatzfrage: „Wozu braucht es eine kreiseigene  Gesellschaft, bei der maßgebliche Akteure wie die Stadt Auerbach austreten und die Kreisstadt Plauen offenbar grundsätzlich ausgeschlossen ist? Es gilt hier endlich Farbe zu bekennen. Nach Jahren des ständigen Personalwechsels an der Spitze der kreiseigenen Gesellschaft fordern wir eine Entscheidung darüber, welche Kulturförderung der Landkreis künftig betreiben will - und mit welcher Struktur. Das sächsische Kulturraumgesetz setzt dafür klare Rahmenbedingungen. Wenn es überhaupt eine kreiseigenen Gesellschaft dafür braucht, sehen wir ihre Aufgaben künftig viel stärker bei den Themen Kulturvermittlung und Service. Entscheidend sollte immer das Bedürfnis unserer Bevölkerung nach einem attraktiven Kulturangebot sein. Dann wird auch das wachsende Gefühl bekämpft, zu einer abgehängten Region zu gehören.“