Gasspeicher unter 23 Prozent – Jetzt Transparenz und Vorsorge für den Vogtlandkreis schaffen
Die Füllstände der deutschen Gasspeicher sind im Februar 2026 auf unter 23 Prozent gesunken. Vor diesem Hintergrund hat unser FDP-Kreisrat Björn Fläschendräger eine umfassende Anfrage an Landrat Thomas Hennig (CDU) gerichtet. Ziel ist es, frühzeitig Klarheit darüber zu gewinnen, wie gut der Vogtlandkreis auf eine mögliche Gasmangellage vorbereitet ist – und welche Maßnahmen bereits getroffen wurden.
Versorgungssicherheit im Blick behalten
Nach Angaben der Bundesnetzagentur lag der bundesweite Füllstand der Gasspeicher am 16. Februar 2026 bei 22,99 Prozent – ein deutlicher Rückgang gegenüber rund 42 Prozent im Vorjahr. An besonders kalten Tagen sank der Füllstand zuletzt um nahezu ein Prozentpunkt pro Tag. Die Bundesnetzagentur spricht derzeit dennoch von einer „stabilen Gasversorgung“ und bewertet das Risiko einer grundlegenden Verschlechterung der Lage „im Augenblick als gering“. Deutschland sei eng in das europäische Gasverbundsystem integriert. Gleichwohl bleibt ein sparsamer Umgang mit Energie angesichts des hohen Preisniveaus weiterhin geboten.
Bereits im Juli 2025 hatte das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz die seit 2022 geltende Alarmstufe des Notfallplans Gas auf die Frühwarnstufe zurückgesetzt. Staatliche Eingriffe wie verordnete Abschaltungen sind damit aktuell nicht vorgesehen.
Verantwortung auf Kreisebene ernst nehmen
Unabhängig von der bundesweiten Einschätzung ist für die FDP-Kreistagsfraktion entscheidend, wie die Lage konkret im Vogtland bewertet wird. Als zuständige Behörde für den Bevölkerungsschutz trägt das Landratsamt Verantwortung für:
- die Absicherung kreiseigener Einrichtungen,
- den Schutz besonders vulnerabler Gruppen wie älterer Menschen, Kinder und pflegebedürftiger Personen,
- die Funktionsfähigkeit von Schulen, Kliniken und Notfallversorgung,
- die rechtzeitige Information der Bevölkerung.
Kreisrat Björn Fläschendräger fordert daher eine transparente Darstellung mit konkreten Zahlen, Zeiträumen, Lageeinschätzungen sowie bestehenden Notfall- und Krisenplänen. Ebenso wichtig ist die Frage, welche kreiseigenen Einrichtungen weiterhin von Gas abhängig sind – und welche Strategien es gibt, diese Abhängigkeit mittelfristig zu reduzieren.
Mit Schreiben vom 19. Februar hat Landrat Thomas Hennig zugesichert, die umfangreichen Fragen bis zum 12. März ausführlich zu beantworten. Die FDP-Kreistagsfraktion begrüßt diese zeitnahe und umfassende Beantwortung ausdrücklich. Transparenz und sachliche Information sind gerade in energiepolitisch angespannten Zeiten unerlässlich.
Frühzeitig handeln statt abwarten
Gerade mit Blick auf Berichte aus anderen Regionen – etwa über besonders niedrige Speicherstände in einzelnen Bundesländern – zeigt sich, wie dynamisch sich die Situation entwickeln kann. Auch wenn die Bundesbehörden derzeit Entwarnung geben, ist es Aufgabe kommunaler Verantwortungsträger, vorbereitet zu sein. Für die FDP im Vogtlandkreis gilt: Vorsorge ist kein Alarmismus, sondern Ausdruck verantwortungsvoller Politik. Transparente Information, belastbare Krisenpläne und eine funktionierende Abstimmung mit Landes- und Bundesbehörden sind entscheidend, um im Ernstfall schnell und besonnen handeln zu können.
Wir setzen uns dafür ein, dass der Vogtlandkreis rechtzeitig, sachlich und umfassend über Risiken und Maßnahmen informiert – damit Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Einrichtungen in der Zukunft Planungssicherheit haben.