Kritik an der Reform des Fahrlehrer- und Fahrschulrechts
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Hintergrund ist der Gesetzentwurf, der auf die 12 Pflichtfahrten verzichten will, stattdessen auf elternbegleitetes Üben und Online-Theorieunterricht setzt. „Das ist ein gefährliches Experiment, was offenkundig nicht zu Ende gedacht ist“, kritisiert FDP-Kreisvorsitzender Dirk Heinze.
Zudem sehen die Liberalen im Gesetzentwurf das Ziel verfehlt, die massiv gestiegenen Kosten bei der Fahrausbildung zu senken. „Gerade den Jugendlichen, für die das eine hohe Hürde beim Wunsch nach Mobilität ist, wird mit diesem Gesetz vorgegaukelt, ihre Interessen zu vertreten. Dem ist nicht so, wenn man sich mit den wahren Ursachen auseinandersetzt“, so Dirk Heinze. Fakt ist, dass der Wegfall des verpflichtenden Theorieunterrichts in Präsenz mehr Praxis bedeuten und damit den Führerschein am Ende sogar verteuern kann.
Die FDP Vogtland unterstützt vielmehr den Vorschlag der International Road Safety Association e.V., ein Modul für Verkehrssicherheit und Gefahrenwahrnehmung als Sicherheitskern der Theoretischen Fahrausbildung einzuführen. Dieses sieht vor, besonders sicherheitsrelevante Inhalte verpflichtend in Präsenz und unter Anleitung qualifizierter Fahrlehrer zu vermitteln. Zudem finden die Liberalen es gut, dass die Fahrlehrer nach individuellem Ausbildungsstand über den Bedarf an Sonderfahrten entscheiden. Damit bieten sich auch Anreize, schneller und damit günstiger zu einem Führerschein zu kommen, wenn die Ausbildung in Theorie und Praxis mit der notwendigen Ernsthaftigkeit durchgeführt werden.